Unsere Gräber von bekannten Persönlichkeiten

Viele bekannte Persönlichkeiten und Prominente sind auf dem Hermanfriedhof begraben. Hier finden Sie einige davon.

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Christoph von Schmid

Gedenktafel a. d. Kirchenrückseite
„Ihr Kinderlein kommet“ gehört sicherlich zu den bekanntesten Weihnachtsliedern. Dessen Verfasser, Jugendschriftsteller Christoph von Schmid, schrieb im Laufe seines Lebens viele Erzählungen und Gedichte in einer, vor allem für Kinder verständlichen Sprache. Der in Dinkelsbühl geborene Priester lebte fast 20 Jahre in Augsburg. 1837 wurde er von König Ludwig I. als Ritter des Verdienstordens der Bayerischen Krone in den persönlichen Adelsstand erhoben. Er verstarb mit 86 Jahren an den Folgen der Cholera und wurde auf dem Hermanfriedhof in aller Stille beigesetzt. Eine Gedenktafel an der Rückseite der Friedhofskirche erinnert noch heute an ihn.
Hermanstraße 10
86150 Augsburg

Dr. Klaus Müller

Feld 2, Reihe W, Nr. 102, 103
Dr. Klaus Müller war Oberbürgermeister der Stadt Augsburg von 1947 bis 1964. In diese Zeit fällt der Wiederaufbau der Stadt nach den verheerenden Schäden des 2. Weltkriegs.  Ein besonderes persönliches Verdienst war sein unermüdlicher Einsatz für die Wiederherstellung des zerstörten „Goldenen Saales“ im Rathaus in der ursprünglichen historischen Form, von vielen Zeitgenossen damals nicht für möglich gehalten. Heute erstrahlt dieses historische Wahrzeichen wieder in seiner alten Pracht.
Hermanstraße 10
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Familiengrab Kremer

Feld 5, Reihe HW, Nr. 13-15
Das Grabmal für die Familie des ehemaligen 2. Bürgermeisters der Stadt Augsburg, Philipp Kremer (1765-1854) wurde vermutlich im letzten Drittel des 19 Jahrhunderts errichtet. Hersteller war die Erzgießerei Ferdinand von Miller in München, nach Entwurf des Architekten Victor Gullichnow aus München. Die Bronzeplastik (Engel mit Lorbeerkranz) ist in mehreren Teilen gegossen und durch versteckte Verschraubungen zusammengefügt. Die Figur ist selbst tragend ausgeführt. Der steinerne Sarkophag ruht auf vier Löwenpranken aus Bronzeguss.
Hermanstraße 10
86150 Augsburg

Franziska Lettl und Wolfgang Lettl

Mauergrab Nr. 40 a, b, c
Wolfgang Lettl (18.12.1919 bis 10.02.2008) ist inzwischen wohl der bekannteste deutsche Surrealist, zahlreiche seiner Werke sind im LETTL-Museum in Augsburg ausgestellt. Zitat: „Kunst lässt sich nicht machen, Kunst ist ein Teil des Schöpferwillens Gottes. Der Mensch dient nur als Handlanger, und wenn er es gut macht, oder sagen wir besser: Wenn ihm das von Fall zu Fall gelingen sollte, ist das kein Grund zu Überheblichkeit, sondern zur Demut.“ Die von Florian Lettl geschaffene Skulptur "Die Botschaft" beruht auf einer Bildidee von Wolfgang Lettl. 2008 wurde sie für das Grab in Bronze gegossen. 
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Georg Brach

Feld 9, Reihe HW, Nr. 81-83
Georg Brach (1839 bis 1925) gilt als Gründer der Augsburger Berufsfeuerwehr im Jahr 1899 und wesentlicher Antreiber der gleichzeitigen Neuorganisation der Freiwilligen Feuerwehr. Mit der Schaffung einer Berufsfeuerwehr konnte die Freiwillige Feuerwehr entlastet und ein Wachdienst rund um die Uhr gewährleistet werden. Im Zuge der Modernisierung zog die Feuerwehr von der Schrannenhalle in das neue, größere Zentralfeuerhaus am Zeugplatz um. Unter Georg Brach wurde das Feuerlöschwesen neu organisiert: Es gab nun z.B. elektrischen Alarm statt einer Turmwache. Georg Brach ist Ehrenbürger der Stadt Augsburg.
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Georg von Forndran

Feld 2, Reihe 9, Nr. 432
Georg von Forndran (1807 bis 1866), ausgezeichnet mit dem Bayerischen Verdienstorden, war von 1847 bis 1866 erster Bürgermeister von Augsburg. Zuvor war er bereits seit 1834 rechtskundiger Magistratsrat. In seine Amtszeit fiel u.a. der Bau des Alten Hauptkrankenhauses (1856 bis 1859) in der Jakobervorstadt. Dieses war für 400 Personen konzipiert. Bis zur Aufhebung der konfessionellen Trennung im Jahr 1945 wurden dort katholische Patientinnen und Patienten von den Barmherzigen Schwestern, protestantische Personen von den Diakonissen gepflegt. Das Maximilianmuseum, erstes städtisches Museum in Augsburg, wurde ebenfalls zur Amtszeit Forndrans errichtet.
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Karl Kempter

Gedenktafel a. d. Kirchenrückseite
Traditionell erklingt am Heiligen Abend in vielen Kirchen die berühmte Pastoralmesse in G-Dur von Karl Kempter, der am 17.1.1819 in Limbach geboren wurde. Die Uraufführung des Werkes fand in der Christmette 1851 im Hohen Dom zu Augsburg statt. Früh erhielt Karl Kempter eine fundierte musikalische Ausbildung: Mit zwölf Jahren wird er Schüler von Michael Keller in der Basilika St. Ulrich und Afra, wird von ihm in Gesang, Orgelspiel und Komposition unterwiesen. Mit 18 Jahren tritt er dessen Nachfolge an. Bereits mit 20 Jahren wird Kempter Domorganist, mit 46 Jahren wird er zum Domkapellmeister befördert. Seine Kompositionen waren oftmals speziell für die Bedürfnisse von Landchören konzipiert. Besonders lag ihm der Volksgesang bei Gottesdiensten am Herzen. So zeichnen sich viele seiner Werke durch leichte Ausführbarkeit aus und fanden dadurch weite Verbreitung. Die letzten Lebensjahre Kempters waren geprägt von körperlichen und seelischen Schicksalsschlägen. Er starb am 12.3.1871 im Alter von 52 Jahren und fand seine letzte Ruhestätte hier auf dem Hermanfriedhof.
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Kaspar Deutschenbaur

Mauergrab, Nr. 202 a, b
Kaspar Deutschenbaur lebte von 1864 bis 1950. Das Augsburger Stadtarchiv gewährt einen interessanten Einblick in die damalige Zeit: Nach dem Ersten Weltkrieg änderte sich das politische Gefüge, auch auf kommunaler Ebene. So fand erstmals eine öffentliche Bürgermeisterwahl im Juni 1919 statt. Über 84.000 Augsburger (Männer und zum ersten Mal auch Frauen) waren wahlberechtigt. Es gab jedoch keine eindeutige Wahlentscheidung für einen Bürgermeister. So einigte sich der Stadtrat anschließend auf Kaspar Deutschenbaur, den Kandidaten der Bayerischen Volkspartei, als ersten neuzeitlichen Bürgermeister der Stadt Augsburg. 1924 wurde er wiedergewählt. Kaspar Deutschenbaur ist Ehrenbürger der Stadt Augsburg.
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Ludwig Leybold

Feld 8, Reihe W, Nr. 56, 57
Neben Elias Holl prägte kaum ein anderer Städtebaumeister das Augsburger Stadtbild so sehr wie Ludwig Leybold (1833 bis 1891). Mit der Niederlegung der Verpflichtung zur Stadtbefestigung durch König Ludwig II. im Jahr 1866 konnte sich die Stadt endlich über die Mauergrenzen hinaus entwickeln. Der Ingenieur plante viele breite Boulevards im heutigen Augsburger Zentrum nach dem Vorbild Wiens. Mit dem Schutt der Stadtmauern wurden damals die Gräben aufgefüllt. Auch heute noch sind viele Prachtbauten und Gründerzeitvillen des architektonischen Genies in Augsburg erhalten. Sie müssen nicht weit gehen: Ganz in der Nähe des Friedhofs, z.B.  in der Stettenstraße oder in der Konrad-Adenauer-Allee sind sie zu finden. 
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Ludwig von Fischer

Feld 5, Reihe HW, Nr. 71-74
Direkt am Hauptweg ist die imposante Grabstätte eines ehem. Bürgermeisters der Stadt Augsburg zu finden: Ludwig von Fischer war von 1866 bis 1890 erster Bürgermeister der Stadt und hält mit 34 Jahren Amtszeit den Rekord in Augsburg. Er plante die Verbindungsstraße zwischen Königsplatz und Moritzplatz. Die Realisierung dieses Projekts erfolgte jedoch erst nach seinem Tod im Jahr 1906. Die Verbindung zwischen den beiden Plätzen trägt ihm zu Ehren seinen Namen: Bürgermeister-Fischer-Straße.
Hermanstraße 10
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Kath. Gesamtkirchengemeinde Augsburg
Hermanstraße 10
86150 Augsburg

Nov. - Feb. 08:00 - 17:00 Uhr
Mär. - Apr. 07:00 - 18:00 Uhr
Mai - Aug. 07:00 - 19:00 Uhr
Sep. - Okt. 07:00 - 18:00 Uhr
Montag 07:30 - 15:30 Uhr
Dienstag 07:30 - 15:30 Uhr
Mittwoch 07:30 - 15:30 Uhr
Donnerstag 07:30 - 15:30 Uhr
Freitag 07:30 - 12:00 Uhr